Arten pneumatischer Fördersysteme und deren Auswahl
Die pneumatische Förderung transportiert Stäube und Granulate mit einem Luftstrom durch eine geschlossene Rohrleitung – ein sauberes Verfahren ohne Verschüttung und Staubverlust. Doch die Ursache von Problemen wie „Wir haben eine Anlage gekauft, aber das Material bricht / die Rohrleitung verschleißt / verstopft" ist meist die falsche Wahl des Systemtyps. Die kritischste Entscheidung: Dünnstrom oder Dichtstrom? Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie das richtige pneumatische Fördersystem passend zu Ihrem Material auswählen.
Was ist pneumatische Förderung?
Das Material wird durch die von einer Luftquelle (Gebläse oder Kompressor) erzeugte Druck-/Vakuumdifferenz entlang der Rohrleitung gefördert. Die Systeme werden nach zwei Hauptachsen unterschieden: nach der Luftquelle (Druck- / Saugförderung) und nach der Förderdichte (Dünnstrom- / Dichtstromförderung).
Dünnstrom oder Dichtstrom? — die kritischste Entscheidung
| Dünnstrom (Dilute) | Dichtstrom (Dense) | |
|---|---|---|
| Luftquelle | Gebläse | Kompressor (Druckluft) |
| Druck | Niedrig (≤1 bar) | Hoch |
| Luftvolumenstrom / Geschwindigkeit | Hoher Volumenstrom, hohe Geschwindigkeit | Niedriger Volumenstrom, niedrige Geschwindigkeit |
| Materialeignung | Robust, nicht abrasiv | Abrasiv, bruchempfindlich, Korngröße muss erhalten bleiben |
| Rohrverschleiß | Höher | Niedrig (langsame Bewegung) |
Die Dichtstromförderung transportiert mit niedriger Geschwindigkeit, wodurch weniger Aufprall in der Rohrleitung entsteht; Materialzersetzung, Entmischung und Rohrverschleiß werden reduziert. Deshalb ist sie ideal für abrasive (Sand, Klinker), bruchempfindliche (Kaffee, Nudeln) oder Materialien, deren Korngröße erhalten bleiben muss. Die Dünnstromförderung hingegen ist bei robusten, nicht verschleißanfälligen Materialien einfach und wirtschaftlich.
Druck- oder Saugförderung?
Druckfördersysteme drücken das Material von einer Quelle zu mehreren Zielen (Silobefüllung, Verteilung). Saugfördersysteme ziehen von mehreren Punkten zu einem Ziel; das Risiko eines Staubaustritts ist gering, weshalb sie an offenen Schütt-/Entleerungsstellen und bei Hygieneanforderungen bevorzugt werden. Beide werden jeweils als Dünnstrom- oder Dichtstromförderung ausgelegt.
Kritische Faktoren bei der Auswahl
- Materialcharakter: Abrasivität, Bruchempfindlichkeit, Feuchte, Fließfähigkeit
- Förderweite und Förderhöhe
- Kapazität (Tonnen/Stunde)
- Anzahl der Quellen und Ziele (Einzel-/Mehrpunkt → Druck-/Saugförderung)
- Verschleiß- und Wartungskosten (langfristig kann sich die Dichtstromförderung lohnen)
Wo wird sie eingesetzt?
Zement und Klinker, Lebensmittel (Mehl, Zucker, Getreide), Kunststoffgranulat, Flugasche, Kalk und Chemie. Im Zusammenspiel mit einem Jet-Puls-Schlauchfilter sorgt sie bei der Silobefüllung auch für die Staubkontrolle. Produktfamilien: pneumatische Fördersysteme, Dichtstromförderung, Dünnstromförderung, Vakuumförderung und Denseveyor / Ashveyor-Lösungen.
Häufig gestellte Fragen
Mein Material bricht, was soll ich tun?
Höchstwahrscheinlich wird es im Dünnstrom mit hoher Geschwindigkeit gefördert. Die Dichtstromförderung (niedrige Geschwindigkeit) reduziert Bruch und Kornzerstörung erheblich.
Meine Rohre verschleißen schnell?
Bei abrasivem Material zehrt die hohe Geschwindigkeit der Dünnstromförderung an den Rohren. Dichtstromförderung + verschleißfeste Werkstoffe an den Rohrbögen sind die Lösung.
Welches System ist wirtschaftlicher?
In der Erstinvestition ist die Dünnstromförderung günstiger; bei abrasivem/bruchempfindlichem Material setzt sich jedoch langfristig die Dichtstromförderung mit geringen Wartungs- und niedrigen Ausschusskosten durch. Die richtige Entscheidung wird auf Basis einer Materialanalyse getroffen.
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MDSJ Process entwickelt, fertigt und installiert unter der Marke DUCON seit 1986 pneumatische Fördersysteme schlüsselfertig. Für eine kostenlose, auf Ihr Material abgestimmte Bewertung kontaktieren Sie uns; entdecken Sie unsere pneumatischen Förderlösungen.